Nach Gerichtsklage: Cheater schuldet GTA 5-Publisher 150.000 Dollar

Franziska Behner 6

Ein Cheat-Programm für GTA 5 schreiben, es für bis zu 30 Dollar verkaufen und mächtig Kohle scheffeln. Das war der Plan des Cheaters. Jetzt muss er dafür ganz schön blechen.

In GTA 5 gab und gibt es noch immer einige Spieler, die sich auf unfaire Weise einen Vorteil im Game schaffen wollen. Jhonny Perez gehört dazu. Der Cheater hat ein Programm namens Elusive entwickelt, das die Regeln des Wirtschaftssystems im Spiel einfach mal außer Kraft setzt und den Nutzer dadurch unendlich Geld generieren lässt.

Wir berichteten bereits im Dezember 2018 darüber, dass Take Two den Cheat-Entwickler auf 150.000 Dollar verklagt hat. Nun hat ein Gericht entschieden: Der Übeltäter muss die besagte Summe zahlen. Das ist der bisherige Höchstsatz in einem solchen Fall. Dieser wäre wahrscheinlich auch nicht so wahnsinnig hoch ausgefallen, wenn er ein gewöhnlicher Cheater wäre. Rund 70.000 Dollar hat ihn das aber am Ende allein für den gerichtlichen Aufwand gekostet.

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Elusive muss gekauft werden

Perez schrieb nicht nur das Programm, sondern verkaufte es im Internet auch noch an andere Spieler, die dadurch ebenfalls in den „Genuss“ von verdammt viel ergaunertem Ingame-Geld kamen. Perez selbst hat dafür natürlich eine echte Bezahlung verlangt. Je nach Paket soll das zwischen 10 und 30 Dollar gekostet haben.

Cheater reagiert kaum auf Kontaktversuche

Take Two hat daraufhin Kontakt mit dem Cheater aufgenommen und ihn angewiesen, den Verkauf, wie auch die Nutzung einzustellen. Perez willigte scheinbar ein, denn er stoppte den Handel mit dem Spiel. Auf weitere Kontaktversuche seitens Take Two reagiert er allerdings nicht. So konnte auch bis dato nicht herausgefunden werden, wie oft Elusive verkauft wurde und wie viel Gewinn Perez damit erzielt hat.

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Take Two gewinnt Rechtsstreit

Um dies herauszufinden, reichte der Publisher eine Klage ein, wie wir bereits im Dezember 2018 berichtet haben. Vor Gericht erschien Perez allerdings nie. Also hat das Gericht standardmäßig zu Gunsten von Take Two gehandelt.

„Take-Two wurde durch das rechtswidrige Verhalten von Herrn Perez irreparabel geschädigt. […] Das Programm schadet dem Ruf von Take-Two, um seine Spielumgebung beizubehalten und hält die Nutzer von künftigen Einkäufen und dem Gameplay ab“, heißt es unter anderem in dem Gerichtsbeschluss (via TorentFreak).

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Das Gericht erließ außerdem eine dauerhafte einstweilige Verfügung, womit der der Betrüger daran gehindert wird, ähnlich kriminelle Aktivitäten fortzusetzen. Den Schätzung von Take Two zufolge beläuft sich der Schaden auf eine Summe von mindestens 500.000 Dollar. Im Vergleich dazu, scheint die für Perez auferlegte Strafzahlung wiederum relativ milde ausgefallen zu sein. Verrate uns in den Kommentaren, ob du die Strafe angemessen findest.

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